Expo Montreal

 

Was will denn der jetzt im 2018 mit einer
so alten Reise.
Diese Frage darf wohl zu Recht gestellt werden. Es war halt meine erste grosse
Reise an einen Grossanlass, wo sich die Weltenbummler treffen, und ich wollte unbedingt einer von ihnen sein.

Cockpit copy
Man stelle sich vor, das ein Passagier
über eine halbe Stunde ins Cockpit darf!
Ich durfte es!

Wo nicht vermerkt, sind es Fotos aus
dem Internet.




expo express
Extrazüge brachten die Gäste vom
Zentrum Montreals auf die zwei Inseln
im St. Lorenz Strom, auf denen die Weltausstellung war.

first YMCA Montreal copy copy
Untergebracht im altehrwürdigen YMCA
im dritten Stock. Die uralten, klapprigen Scherengitter als Lifttüren forderten den Sportler in mir heraus, und ich nahm
immer die Treppe. Übrigens, die Dame
am Empfang war aus Graubünden in
der Schweiz. So umging ich erfolgreich
meine mangelnden Französischkentnisse.
Ebenfalls eine neue Erfahrung war, dass
auf der einen Strassenseite Englisch
und auf der anderen Seite Französisch gesprochen wurde.

Turm 02
Foto: F. Rossi
Der Blick nachts aus dem Fenster des
YMCA entschädigte für das mittelalter-
liche Ambiente des Zimmers.

Wohnturm copy

Foto: F. Rossi
Vorfabrizierte Betonelemente zu hunderten
liessen erahnen, zu welch "architektonischen Höhenflügen" die Zukunft führen würde.
Zu Wohnsilos eben oder eine "verdichtete Bauweise" wie heute auch bei uns.
Wir haben "viel gelernt" in den vergangenen 50 Jahren.

USA 02
Foto: F. Rossi
Eines der 1400 Fotos, die noch auf
Zelluloid gebrannt und auf 38 Filmrollen jeweils im Handgepäck an den Röntgenapparaten vorbei gebracht
werden mussten.

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Ole Sombrero.... Cuba ist angesagt.

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Links: Themenpavillon der Mensch und Farbe
Rechts Thailand


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Ägypten

 

 






the Queen
Sorry Madam, i need your Majesty as
Filler here.

Und ja, bitte sehen Sie etwas lieber auf
Ihren Pavillon herab, ist schliesslich
Great Britanny.


 

Hinflug
Foto: F. Rossi.
Mit 21 Jahren die erste Überseereise. Was für ein Abenteuer. Es sei mir darum nachzusehen, dass ich diesen Teil meiner jungen Jahre hier festhalten möchte. Unbelastet von irgendwelchen Verboten überquerte ich den Ozean in einer DC8 der Air Canada.


Ueberblick
Luftaufnahme: Internet
Im Überblick die zwei Inseln der Weltausstellung.



USA 09
Foto: F. Rossi
Wie die meisten der Besucher galt der Pavillon der USA als Magnet. Die filigrane Konstruktion der riesigen Kuppel der Architekten Buckminster und Fuller beeindruckte unglaublich. Auf der anderen Flussseite war der Russische Pavillion zu sehen.

USA 01
Foto: F. Rossi
Damals ein Novum war die Monorailbahn, die durch die gesamte Weltausstellung führte.
Unzählige dieser kleinen Züge waren pausenlos im Einsatz.

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Auf der obersten Ausstellungsebeneein Modell der Mondlandefähre und daneben eine richtige Kapsel die im All war.


dome abgebrannt
Foto: Internet
Ein trauriges Bild das im 2012 nach der Ausstellung durch die Presse ging!
Der Brand fand in den Plexiglasscheiben reichlich Nahrung.

Auch wenn die "Sphäre" nach der Expo anders genutzt wurde, hat sie doch viel von ihrem ursprünglichen Geist verloren es fehlte der Geist der Expo.
nachnutzung copy
Dieses Bild aus dem Internet zeigt die Nachnutzung der Sphäre. Viel Raum für fast gar nichts.

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Maybe the Queen was amused about her Britisch Pavillon, i really dont no!

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Rostpyramide 03
Foto: F. Rossi
Woher auch immer betrachtet, die offene
mit "CORTEN" behandelte Stahlkonstruktion war faszinierend.

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Foto: F. Rossi
Ich habe diese Dinger etwas despektierlich nur Rostpyramiden genannt. Diese 5 verschiedenen Pavillions waren dem Thema Mensch und seine Welt gewidmet. Rechts eine der vielen Haltestellen für den Expoexpress.



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Anstehen war hier ebenso angesagt

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Foto: F. Rossi
Der Russische Pavillon war ebenfalls
ganz schön gross. In der Spindel im Obergeschoss war ein Kino für
400 Personen.

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Fotos: F. Rossi


   
   

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Foto: F. Rossi
Ein Luftkissenschiff sorgte ebenfalls für Personentransporte.

Switzerland
Die Fahrt mit dem Monorail führte am Österreichischen Pavillon vorbei zur "Holzhütte" der Schweiz.


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Die Welt ist doch klein. Erst ein Blick aus
dem Monorail auf den Schweizer Pavillon. Dann am Nachmittag ein Besuch dort.
Erst habe ich den Tagesanzeiger vom gleichen Tag gesehen, dann eine
Bekannte, welche als Hostess dort
arbeitete. Dass daraus am Abend eine Riesenparty wurde, wusste ich zu
diesem Zeitpunkt noch nicht.
 

Karte deutsch
Foto Internet
Jedes Land hatte von seinem Pavillon eine offizielle Postkarte, hier die Karte vom deutschen Pavillon.

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Foto: F. Rossi
Der deutsche Pavillon vom Architekten Otto Fries, wie er ihn später und ähnlich in München ebenfalls verwirklichen konnte.

Germany 02
Foto: Internet


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Links: Italien, Rechts die Tschechoslowakei

France 01


 

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Das Eingangvordach des Pavillons von Marokko

France 03
Foto: Internet
Vive la France!
Der Pavillon  wurde nach der Ausstellung zum Casino umgebaut.
   
Ein paar Bilder ausserhalb
der Expo

 
Bahnsujets
CP F9 05
Eben weil es so schön ist, noch einmal
der Expozug.



confederationtrain 002
Der Zug lief unter dem Namen "Confederationtrain".
Jede Wette, dass dieses Design heute noch 50 Jahre danach super ankäme.


Ein Kurzausflug zum Bahnhof

Foto: Internet
Der Bahnhof der Canadian Pacific
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Zurück in die Expo

Shafti 03

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Ein integrierender Bestandteil der Expo war das "Habitat" vom Architekten Moshe Safdie
Shafti 01
Ein Irrgarten oder Alptraum von verschachtelten Wohnelementen, durch die der Wind hindurch pfiff. Bereits während der Expo mussten die Löcher zum Teil verglast werden.
Immerhin durften die Mieter auf mindestens 16 andere Terrassen blicken und das Tun der Nachbarschaft beobachten.


Treppenhaeuser

Der Mensch hat früher in Höhlen gelebt,
nun ist er auf dem besten Weg dorthin
zurück.

Habitat Ganz

Der Versuch einer Gesamtaufnahme scheiterte wohl an der zu grossen Distanz und dem mangelnden Vorhandensein eines guten Teleobjektivs.

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Heute, so viele Jahre danach, empfinde ich die masslose Kumulierung von Betonschachteln
wohl nicht so geschickt. Gut, ich habe für meine Architektur keine Preise erhalten und auch keine Folgeaufträge in Puerto Rico. Dasselbe wiederholte er in dieser Bauweise und deckte damit einen ganzen Hügel zu.

   Habitat Grundriss
Nach dem Sturm auf das örtliche Baubüro habe ich einen kleinen Plan ergattert, der wohlgemerkt ohne Computer und noch von Hand gezeichnet war.

   
Abschied von Montreal und Weiterflug
Vickers Viscount copy copy copy
Foto: Internet
Nach all der erlebten "Moderne" wurde der Weiterflug angetreten. Nach einer durchgefeierten Nacht und mehreren Aufrufen betrat ich immer noch in Begleitung eines veritablen Katers eine Vickers Viscount. Beim Buchen hatte ich damals nicht bedacht dass mein Kater mit mir reisen würde und ich eigentlich gleich zwei Sitze benötigen würde.

Das Ding verfügte noch über richtige Propeller und eine Unzahl von mehr oder weniger vertrauenserweckenden Nieten. Dafür erfolgte der Flug in niedriegeren Höhen die es ermöglichten neben einer plattgedrückten Nase so einiges zu sehen.